Werdohler Bahnhof feierlich eröffnet

Werdohl. „Wer nach Werdohl kommt, der sieht, welchen Sinn Stadtumbau macht, besonders natürlich am Bahnhof“, meinte NRW-Landesbauminister Michael Groschek am Sonntag bei der feierlichen Neueröffnung des umgestalteten Bahnhofs. Das gesamte Bahnhofsviertel war vom Vormittag an rappelvoll.

Das Programm war attraktiv und umfangreich. Es wurde allerhand geboten. Ein Highlight war besonders für die Eisenbahnfreunde natürlich die Dampflok der Baureihe 52, die im Pendelverkehr zwischen Werdohl und Plettenberg fuhr.

_DSC0645

V.l. Michael Scheffler, Michael Groschek, Dagmar Freitag. Foto: Mark Sonneborn

Überall gab es Musik, Gewinnspiele und Leckereien. Am Nachmittag zogen auch die Lennegeister ihre Runden über den Bahnhofsplatz.

Um 15 Uhr war es dann soweit: das Bahnhofsgebäude wurde offiziell eröffnet. „Wer von Werdohl lernt, der lernt, es richtig zu machen“, fand Groschek erneut passende Worte und lobte, dass der Stadtumbau hier nicht nur Gerede sei, sondern die Ärmel in Werdohl hochgekrempelt würden. „Werdohl ist beispielhaft für NRW. Ich kann anderen Kommunen nur wünschen, eine so tatkräftige Bürgerspitze zu haben“, schloss der Minister.

_DSC0746

Das Bahnhofsfest war gut besucht. Foto: Mark Sonneborn

Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag lobte ebenfalls die Entwicklung in Werdohl: „Hier sieht man, wie es aussieht, wenn Kommunen ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren“. Landtagsabgeordneter Michael Scheffler hob die Bedeutung des Themas „Stadtumbau“ erneut hervor, warnte aber davor, Angst vor dem demografischen Wandel zu haben und brachte als positives Beispiel das Quartier in Ütterlingsen vor.

„In einem funktionierenden Quartier, wie dort, verliert man seine Anonymität, das macht so ein Quartier aus“. Landtagsabgeordneter Thorsten Schick äußerte seine Freude darüber, dass die kulturellen Einrichtungen in Werdohl in dem Kulturbahnhof nun ihren Platz gefunden haben. „Das habt ihr in Werdohl attraktiv gelöst. Ein Bahnhof muss zum Betreten und Verweilen einladen“, meinte Landrat Thomas Gemke. Bis spät in die Nacht hinein wurde zur Musik auf den beiden großen Bühnen gefeiert.

von Mark Sonneborn

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.